Maggi – Ravioli in pikanter Sauce / Mit Fleisch in der Sauce

Liebe Leute,

wenn Weihnachten seinen ganz eigenen Zauber verliert und nur noch abgearbeitet, wenn Kopulation zur verordneten Bürgerpflicht und Lebensfreude zum „Event“ degradiert wird, also Besonderheiten zur Alltäglichkeit verkommen, dann habe ich gerade eine Dose Maggi – Ravioli in pikanter Sauce / Mit Fleisch in der Sauce verdrückt.

Mein Leben als Ravioli-Junkie wäre ohne Nestlé, den Mutterkonzern von Maggi, nicht denkbar. Meine primäre Sozialisation erfolgte zwar durch die billige Konkurrenz von Aldi, aber Maggi – Ravioli waren stets als Premium-Produkt und Ziel präsent. So empfand ich es immer als Sonntagsessen, einer Maggi-Ravioli-Dose den Deckel herunter zu reißen und mir die kleinen Freunde einzuverleiben.

Die Frage ist nun: „Was bleibt?“ Unzählige Dosen später folgt die Ernüchterung, verkümmert die, nur noch rudimentär existierende, Vorfreude zu einer normalen Nahrungsaufnahme. Erwartungen können nicht mehr eingehalten werden und spätestens seit mir die Funktion und Bedeutung von Natriumglutamat bekannt ist, hat dieses Produkt seinen Glanz und seine Anziehungskraft verloren.

Also, man kann die Dinger ruhig essen, man wird sogar befriedigend satt, nur es ist halt weder Sonntag noch Weihnachten.

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